Horizontalsperre · Ludwigsburg

Horizontalsperre in Ludwigsburg: erst Hohlräume füllen, dann sperren

In älteren Ludwigsburger Kellern aus Naturstein liegen oft Hohlräume zwischen den Steinen. Wir verfüllen sie zuerst, damit die Sperre dort wirkt, wo sie soll.

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Aufsteigende Feuchte zeigt sich an Rändern im Putz, an abblätternder Farbe und an Salzausblühungen im unteren Wandbereich. Abhilfe schafft eine nachträgliche Horizontalsperre, die per Bohrlochinjektion in die Wand eingebracht wird. Bei Mauerwerk aus Bruchstein oder anderem Naturstein, wie es in älteren Häusern der Innenstadt und in den alten Ortskernen der Stadtteile vorkommt, reicht das allein aber oft nicht. Zwischen den Steinen liegen Hohlräume, Mörtelnester und ausgewaschene Fugen. Wer dort einfach injiziert, verliert das Sperrmittel in den Spalten. Wir gehen deshalb in zwei Schritten vor und weisen beide im Angebot getrennt aus.

Hohlräume im Mauerwerk finden: Probebohrung und Wassertest

Schon beim Bohren merkt man, ob der Bohrer im Stein, im Mörtel oder im Leeren läuft. Wir setzen Probelöcher, füllen sie testweise mit Wasser und beobachten, wie schnell es verschwindet. Läuft es sofort weg, liegt ein Hohlraum dahinter, der vor der Sperre gefüllt werden muss. Die Ergebnisse halten wir für jedes Bohrloch fest. So lässt sich vorab abschätzen, wie viel Vorverfüllung nötig ist, und diese Menge steht dann im Angebot.

Vorverfüllung mit mineralischer Suspension

Die Hohlräume füllen wir mit einer mineralischen Suspension, die mit geringem Druck eingebracht wird und im Mauerwerk aushärtet. Dadurch entsteht ein geschlossener Wandquerschnitt, in dem sich das Sperrmittel später gleichmäßig verteilen kann. Die Suspension schwächt die Wand nicht, sondern schließt sie. Wie viel in jedes Bohrloch geflossen ist, protokollieren wir, denn daran sieht man, wie hohl die Wand tatsächlich war. Das Protokoll bekommen Sie nach Abschluss.

Die Horizontalsperre selbst

Ist die Suspension ausgehärtet, bohren wir erneut, diesmal im Raster für die Sperre, und injizieren das Sperrmittel. Weil die Hohlräume jetzt geschlossen sind, bleibt es in dem Bereich, in dem es wirken soll, und verschließt dort die feinen Kapillaren im Mauerwerk. Danach werden die Bohrlöcher verschlossen. Ohne die Vorverfüllung würde ein Teil der Wand ungesperrt bleiben, und das sieht man von außen nicht. Auch die Mengen des Sperrmittels halten wir fest, zusammen ergibt sich ein vollständiges Bild der Wand.

Dicke Kellerwände: von beiden Seiten bohren

Natursteinwände im Keller sind oft sechzig Zentimeter dick oder mehr. Damit wächst die Bohrtiefe, und bei sehr dicken Wänden bohren wir von beiden Seiten. Die Raster versetzen wir dabei so, dass sich die gesperrten Bereiche überlappen. Das kostet mehr Zeit als bei einer Ziegelwand. Deshalb messen wir die Wandstärke vorher und stimmen die Kalkulation darauf ab, damit es während der Arbeiten keine Überraschungen gibt.

In der Praxis arbeiten wir Wand für Wand und räumen vorher nur den Bereich frei, in dem gebohrt wird. Regale und Eingelagertes müssen etwa einen Meter von der Wand abgerückt werden. Den Bohrstaub saugen wir direkt ab. Bei Mehrfamilienhäusern stimmen wir mit der Hausverwaltung ab, an welchen Tagen welche Kellerabteile zugänglich sein müssen, und informieren die Bewohner rechtzeitig.

Nach der Sperre: Putz und Trocknung

Die Sperre stoppt den Nachschub an Feuchte von unten, das Mauerwerk darüber muss aber noch austrocknen. Salzbelasteten Putz entfernen wir deshalb großzügig und bringen einen Sanierputz auf, der Feuchte und Salze aufnehmen kann, ohne abzuplatzen. Erst danach wird gestrichen. Ist der ganze Keller betroffen, etwa mit seitlich eindringendem Wasser, sehen wir uns die Kellersanierung in Ludwigsburg gleich mit an. Für Arbeiten am Putz finden Sie Details unter Verputzarbeiten in Ludwigsburg.

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Häufige Fragen

Brauchen Natursteinkeller in Ludwigsburg wirklich eine Vorverfüllung?

Sobald die Probebohrung Hohlräume findet, führt kein Weg daran vorbei. Sonst läuft das Sperrmittel in die Spalten, und ein Teil der Wand bleibt ungesperrt.

Wie erkennen Sie Hohlräume in der Wand?

Mit Probebohrungen, die wir testweise mit Wasser füllen. Verschwindet das Wasser sofort, liegt dahinter ein Hohlraum.

Schwächt die Suspension die Wand?

Nein. Sie füllt die Hohlräume, härtet aus und schließt den Querschnitt. Die Mengen protokollieren wir je Bohrloch.

Wie tief wird bei sehr dicken Kellerwänden gebohrt?

So tief, dass das Mittel sicher bis zur Wandmitte kommt. Bei sehr dicken Wänden bohren wir von beiden Seiten mit versetztem Raster.

Wie lange dauert eine Sperre mit Vorverfüllung?

Etwas länger als eine reine Injektion, denn zwischen Verfüllen und Sperren muss die Suspension fest werden. Wie viele Tage das bei Ihnen sind, steht im Angebot.