ESD-Bodenbeschichtung · Stein

ESD-Bodenbeschichtung in Stein: ableitfähig, geerdet, gemessen

Wo in Stein Elektronik gefertigt, geprüft oder gelagert wird, muss der Boden elektrostatische Ladung sicher ableiten. Wir bauen ESD-Böden mit Erdung auf und messen vor der Übergabe nach.

Kosten grob berechnen

In den Gewerbeflächen von Stein und im direkten Umland von Nürnberg und Fürth sitzen viele Betriebe, die mit empfindlichen Bauteilen arbeiten: Elektronikfertigung, Prüflabore, Werkstätten für Steuerungstechnik, Lager für Platinen. Eine Entladung, die der Mensch nicht einmal spürt, kann dort ein Bauteil zerstören. Ein normaler Hallenboden reicht in solchen Bereichen nicht.

Wofür braucht man einen ESD-Boden?

Wer über einen Boden geht oder einen Wagen schiebt, lädt sich auf. Ein ESD-Boden leitet diese Ladung kontrolliert über die Beschichtung zur Erdung ab, bevor sie sich an einem Bauteil entlädt. Er ist ein Baustein im Schutzkonzept, zusammen mit passenden Schuhen, Arbeitsplätzen und Verhaltensregeln. Welche Werte der Boden erreichen muss, ergibt sich aus Ihren Vorgaben, die wir vor der Systemwahl abfragen.

So ist eine ESD-Bodenbeschichtung aufgebaut

Auf den vorbereiteten Untergrund kommt eine Grundierung, darauf eine leitfähige Schicht, die über Kupferbänder an Erdungspunkte angeschlossen wird. Darüber folgt die ableitfähige Deckschicht, die den Verschleiß aufnimmt. Wie viele Erdungspunkte nötig sind, hängt von der Fläche und der Raumaufteilung ab. Den Anschluss an die Potentialausgleichsschiene übernimmt eine Elektrofachkraft.

Bei der Deckschicht gibt es zwei Richtungen: eine glatte Oberfläche, die sich leicht sauber halten lässt, oder eine leicht strukturierte, wenn Rutschhemmung gefragt ist. Auch die Belastung zählt. Ein Prüfplatz, an dem vor allem gelaufen wird, verlangt eine andere Schichtdicke als ein Bereich, über den täglich Hubwagen mit schweren Paletten rollen.

Untergrund und Restfeuchte vor dem Einbau

Wie jede Beschichtung hält auch ein ESD-Boden nur auf einem tragfähigen, trockenen Untergrund. Wir schleifen oder strahlen den Beton, schließen Risse und Ausbrüche und messen die Restfeuchte an mehreren Stellen und in der nötigen Tiefe. Erst danach entscheiden wir, ob direkt beschichtet werden kann oder eine dampfbremsende Grundierung nötig ist. Mehr dazu bei der Untergrundvorbereitung in Stein.

In bestehenden Hallen finden wir oft alte Farbanstriche, Ölflecken oder Reste von Klebern. Solche Schichten trennen die neue Beschichtung vom Beton und müssen vollständig herunter. Auch die Fugen im Boden sehen wir uns genau an: vorhandene Bewegungsfugen führen wir durch die neue Schicht hindurch und schließen sie elastisch, damit sich an diesen Stellen später keine Risse durch die Fläche ziehen.

ESD-Boden auf Fußbodenheizung: geht das?

Ja, aber mit eigenen Regeln. Der Estrich muss vorher kontrolliert aufgeheizt und abgekühlt worden sein, das Protokoll dazu brauchen wir vor Beginn. Das System muss die täglichen Temperaturwechsel mitmachen, ohne entlang der Heizkreise zu reißen, und darf trotzdem nicht so dick werden, dass die Wärme nicht mehr durchkommt. Bevor wir Erdungspunkte setzen, lassen wir uns den Verlegeplan der Heizrohre geben. Während der Arbeiten läuft die Heizung auf gleichbleibender, mäßiger Temperatur.

Messung vor der Übergabe

Ein ESD-Boden ist erst fertig, wenn die Werte stimmen. Nach der Aushärtung messen wir den Ableitwiderstand an mehreren Punkten der Fläche und dokumentieren die Ergebnisse. So haben Sie für Ihr Qualitätsmanagement einen Nachweis. Spätere Kontrollmessungen sind sinnvoll, weil Verschmutzung und falsche Reinigungsmittel die Ableitfähigkeit beeinträchtigen können. Wie Sie den Boden richtig pflegen, sagen wir Ihnen bei der Übergabe.

Für den laufenden Betrieb lohnt es sich, die Messpunkte in einem einfachen Plan festzuhalten. Dann lässt sich bei einer späteren Kontrolle an denselben Stellen nachmessen, und Veränderungen fallen früh auf. Wird ein Bereich umgebaut oder kommen neue Arbeitsplätze dazu, prüfen wir gern, ob die vorhandene Erdung für die neue Aufteilung noch ausreicht.

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Häufige Fragen

Kann ein vorhandener Hallenboden in Stein zum ESD-Boden werden?

Oft ja, wenn der Untergrund tragfähig ist. Alte Beschichtungen prüfen wir auf Haftung und entfernen sie bei Bedarf. Danach bauen wir das ESD-System neu auf.

Wer schließt die Erdung an?

Wir verlegen die Kupferbänder und bereiten die Erdungspunkte vor. Den Anschluss an die Potentialausgleichsschiene macht eine Elektrofachkraft.

Bekommen wir einen Nachweis über die Ableitfähigkeit?

Ja. Wir messen den Ableitwiderstand nach der Aushärtung an mehreren Punkten und dokumentieren die Werte für Ihr Qualitätsmanagement.

Geht ein ESD-Boden auch auf Fußbodenheizung?

Ja, wenn das Funktionsheizen protokolliert ist, das System elastisch genug ist und wir den Verlegeplan der Heizrohre kennen. Während der Arbeiten läuft die Heizung gleichmäßig auf mäßiger Temperatur.

Wie wird ein ESD-Boden gereinigt?

Mit Reinigungsmitteln, die keinen isolierenden Film hinterlassen. Wachs- oder Pflegemittel für normale Böden sind ungeeignet. Die passenden Produkte nennen wir Ihnen bei der Übergabe.