Abdichtungen

Foliendach regenerieren: PVC, EPDM und FPO ohne Abriss

Undichte Nähte, geschrumpfte oder versprödete Folie: Wir regenerieren Kunststoff- und Kautschukdächer mit zwei Lagen faserverstärktem Flüssigkunststoff, ohne die Folie abzureißen.

Kosten grob berechnen

Kunststoff- und Kautschukfolien gelten als langlebig, und viele sind es auch. Trotzdem landen bei uns regelmäßig Foliendächer, die nach 20 oder 25 Jahren an den Nähten aufgehen, an den Rändern schrumpfen oder bei Kälte brechen. Eine neue Folie heißt meist: alte Folie runter, entsorgen, neu verlegen, Anschlüsse neu machen. Die Regeneration spart sich das. Wir nutzen die vorhandene Folie als Untergrund und bauen darauf eine nahtlose Abdichtung aus faserverstärktem Flüssigkunststoff. Ohne Abriss, ohne neue Dämmung, kalt gespritzt.

Foliendach abdichten: Nähte sind die Schwachstelle

Eine Folie ist so dicht wie ihre Nähte. Jede Bahn wird mit der nächsten verschweißt oder verklebt, und genau dort beginnen die meisten Undichtigkeiten. Dazu kommen Ecken, Innenecken an der Attika, Abläufe und Durchdringungen, an denen Formteile eingeklebt wurden. Wer ein undichtes Foliendach nur an der gefundenen Stelle flickt, wartet auf die nächste Naht. Bei der Regeneration verschwinden alle Nähte unter einer durchgehenden Schicht. Fläche, Anschlüsse und Details werden in einem Stück abgedichtet.

PVC-Folie, EPDM und FPO: was auf welcher Folie hält

Folie ist nicht gleich Folie, und jede braucht eine eigene Vorbereitung. PVC-Folie ist am weitesten verbreitet. Sie enthält Weichmacher, die mit den Jahren auswandern, die Folie wird hart und schrumpft. EPDM ist ein synthetischer Kautschuk, sehr elastisch, aber schwer zu verkleben. FPO und TPO sind Polyolefine mit einer glatten, reaktionsträgen Oberfläche. Für jeden Werkstoff setzen wir eine passende Grundierung ein und prüfen die Haftung vorher an Probestellen auf Ihrem Dach. Erst wenn die Haftung stimmt, schreiben wir ein Angebot. Welche Folie bei Ihnen liegt, sehen wir oft schon auf Fotos, sicher ist es nach der Begehung.

Weichmacher in PVC-Folie: Sperrgrundierung als Pflicht

Weichmacher wandern nicht nur aus der Folie heraus, sie wandern auch in alles hinein, was auf ihr liegt. Ohne Schutz würden sie eine neue Beschichtung mit der Zeit weich und klebrig machen. Deshalb bekommt weichmacherhaltige Folie bei uns immer eine Sperrgrundierung. Sie trennt die alte Folie von der neuen Abdichtung und hält die Weichmacher dort, wo sie hingehören. Das ist einer der Punkte, an denen sich eine fachgerechte Regeneration von einem Anstrich aus dem Baumarkt unterscheidet.

Zweilagig gespritzt: so regenerieren wir Folie

Nach der Reinigung mit angepasstem Wasserdruck prüfen wir lose Nähte und aufstehende Ränder. Was sich gelöst hat, wird gesichert, bevor die Grundierung kommt. Details an Attika, Lichtkuppel, Ablauf und Durchdringungen bilden wir mit Vlieseinlage aus. Dann spritzen wir faserverstärkten Flüssigkunststoff in zwei Lagen, weil Folie ein glatter Untergrund ist und die zweite Lage die Schichtdicke sicher erreicht. Kalt verarbeitet, ohne Heißluft und ohne Flamme. Die Fläche ist nach wenigen Stunden regenfest.

Ein Hinweis zu Dächern mit Kiesauflast: Liegt die Folie lose und wird nur durch den Kies gehalten, muss die Lagesicherung vorher geklärt sein. Das prüfen wir bei der Begehung, umsetzen muss es gegebenenfalls der Dachdecker.

Foliendach sanieren Kosten

Die Regeneration eines Foliendachs liegt im üblichen Rahmen: große Dächer ab ca. 1.000 m² bei ca. 80 bis 100 €/m² netto, ein Einfamilienhausdach mit ca. 120 m² bei ca. 130 €/m², ein Garagendach bei 250 € und mehr. Die zweite Lage und die Sperrgrundierung sind darin berücksichtigt. Anschlüsse, Abläufe und Durchdringungen rechnen wir im Angebot einzeln. Verbindlich ist das Angebot von HBS. Auf Wunsch gibt es 10, 15 oder 20 Jahre Gewährleistung auf den Oberbelag.

Wann eine Folie nicht regeneriert werden kann

Ist die Folie großflächig gerissen und Wasser in die Dämmung gelaufen, ist zuerst der Dachdecker gefragt. Das Gleiche gilt, wenn die Haftprüfung auf einer stark verschmutzten oder chemisch belasteten Folie nicht besteht. Wir schließen keine Feuchte ein und beschichten nicht auf gut Glück. Das sagen wir nach der Begehung offen, bevor Sie Geld ausgeben.

Kontakt

Schicken Sie uns Fotos der Folie, der Nähte, der Ränder und der Abläufe, gern auch ein Foto vom Folienrand mit Aufdruck, falls einer zu sehen ist. Wir prüfen alles, rufen Sie an und vereinbaren die Begehung vor Ort mit Haftprüfung. Danach erhalten Sie ein Angebot, das zu Ihrer Folie passt.

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Häufige Fragen

Kann man eine PVC-Folie mit Flüssigkunststoff überarbeiten?

Ja, mit Sperrgrundierung gegen die Weichmacher und in zwei Lagen. Vorher prüfen wir die Haftung an Probestellen. Erst dann geben wir ein Angebot ab.

Funktioniert die Regeneration auch auf EPDM?

Ja, mit einer speziellen Grundierung für Kautschuk. EPDM ist schwer zu verkleben, deshalb ist die Haftprüfung vor Ort hier besonders wichtig.

Und auf FPO oder TPO?

Auch das ist möglich. Die glatte Oberfläche braucht eine passende Vorbehandlung und Grundierung. Ob die Haftung auf Ihrer Folie reicht, zeigt die Prüfung bei der Begehung.

Warum zwei Lagen?

Folie ist ein glatter Untergrund. Mit zwei Lagen erreichen wir die nötige Schichtdicke sicher und gleichmäßig, auch über Nähten und Kanten.

Muss die alte Folie entfernt werden?

Nein, wenn der Aufbau trocken ist und die Folie tragfähig. Sie bleibt als Untergrund liegen. Das spart Abbruch, Entsorgung und Zeit.

Wie schnell ist das Foliendach wieder dicht?

Regenfest ist die Fläche nach wenigen Stunden. Eine Garage ist oft an einem Tag fertig, ein Einfamilienhausdach in zwei bis drei Tagen.