Werkstattboden beschichten: ölfest und leicht zu reinigen
Wir beschichten Böden in Kfz-Werkstätten, Metallbetrieben und Servicehallen so, dass Öl nicht mehr einzieht, der Boden auch nass Halt gibt und sich mit wenig Aufwand sauber halten lässt.
In einer Werkstatt wird der Boden härter rangenommen als fast überall sonst im Betrieb. Fahrzeuge rollen mit nassen und salzigen Reifen herein, Wagenheber und Unterstellböcke drücken ihr ganzes Gewicht auf wenige Quadratzentimeter, Werkzeug fällt herunter, und irgendwo tropft immer Öl. Roher Beton saugt das alles auf. Nach ein paar Jahren ist er dunkel, fleckig und staubig, und die Ölflecken bekommt auch der beste Reiniger nicht mehr heraus.
Eine fachgerechte Beschichtung schließt den Beton ab. Öl und Flüssigkeiten bleiben auf der Oberfläche und lassen sich aufnehmen, bevor sie Schaden anrichten. Der Boden staubt nicht mehr, wirkt heller und ordentlicher und zeigt Kunden in der Annahme, dass hier sauber gearbeitet wird. Diese Seite richtet sich an gewerbliche Werkstätten: Kfz-Betriebe, Nutzfahrzeug- und Landmaschinenwerkstätten, Schlossereien und Servicehallen. Für die private Garage oder den Carport finden Sie alles Wichtige bei der Garagenbeschichtung.
Werkstattboden beschichten: was er aushalten muss
Bevor wir ein System vorschlagen, wollen wir wissen, was auf Ihrem Boden passiert. Denn eine Werkstatt ist nicht wie die andere. Typische Belastungen sind:
- Punktlasten: Wagenheber, Unterstellböcke, Getriebeheber und schwere Werkbänke belasten den Boden auf kleiner Fläche.
- Reifen: Warme Reifen und Lenkbewegungen im Stand reiben an der Oberfläche. Weiche Beschichtungen können dabei Spuren annehmen.
- Schläge und Funken: Herunterfallendes Werkzeug, Schleifarbeiten und in der Metallwerkstatt auch Schweißfunken.
- Wasser und Salz: Im Winter tragen Fahrzeuge Schneematsch und Tausalz herein, dazu kommt das Wasser aus der Fahrzeugwäsche.
- Rollverkehr: Rollwagen, Hubwagen und in größeren Betrieben auch Stapler.
Aus diesen Angaben ergeben sich Bindemittel, Schichtdicke und Oberfläche. Für die meisten Werkstätten ist ein Aufbau auf Basis von Epoxidharz die richtige Grundlage: hart, abriebfest und dicht gegen Öl. Wo Fahrzeuge auf der Fläche viel lenken oder der Boden etwas elastischer sein soll, ergänzen wir eine Deckschicht aus Polyurethan. Einzelheiten zu beiden Bindemitteln finden Sie beim Epoxidharzboden. Ist die Fläche eher eine Halle mit Staplerverkehr als eine klassische Werkstatt, passt der Aufbau vom Industrieboden besser.
Öl, Bremsflüssigkeit und Reiniger: welche Beschichtung hält?
Motoröl und Getriebeöl sind für eine gute Werkstattbeschichtung kein Problem. Heikler sind andere Stoffe, die im Alltag oft unterschätzt werden. Bremsflüssigkeit greift viele Oberflächen an, wenn sie länger stehen bleibt. Kraftstoff, Kühlerfrostschutz, Batteriesäure und Kaltreiniger stellen jeweils eigene Anforderungen. Dazu kommen die Reinigungsmittel, mit denen der Boden regelmäßig gewischt wird.
Wir fragen deshalb vorab, welche Stoffe in Ihrem Betrieb auf den Boden gelangen können und wie schnell sie in der Regel aufgenommen werden. Danach wählen wir das System anhand der Beständigkeitsangaben des Herstellers. Grundsätzlich gilt: Eine Beschichtung ist beständig, kein Schwamm. Was verschüttet wird, sollte zeitnah aufgenommen werden. Dann bleibt die Oberfläche über viele Jahre dicht und sieht auch so aus.
Auch der Farbton spielt eine Rolle. Sehr helle Böden lassen den Raum freundlich wirken, zeigen aber jeden Reifenabrieb. Mittlere Grautöne verzeihen mehr. Arbeitsbereiche, Laufwege und Abstellflächen können wir farbig absetzen oder anschließend markieren.
Wie rutschfest muss ein Werkstattboden sein?
Ein glatter, öliger Boden ist in der Werkstatt eine echte Unfallquelle. Wie rutschhemmend die Oberfläche sein muss, ergibt sich aus den Regeln für Arbeitsstätten. Sie ordnen jedem Arbeitsbereich eine Bewertungsgruppe zu, die von R 9 für trockene Bereiche bis R 13 für Flächen mit viel Fett oder Öl reicht. In Werkstätten liegt die Anforderung meist bei R 11 oder R 12. Die genaue Einstufung klären wir mit Ihnen und, falls vorhanden, mit Ihrer Fachkraft für Arbeitssicherheit.
Erreicht wird die Rutschhemmung, indem wir Quarzsand oder Korund in die frische Beschichtung einstreuen und die Fläche danach versiegeln. Je gröber die Körnung, desto mehr Halt gibt der Boden, desto mehr Aufwand macht aber auch die Reinigung. Wir legen die Oberfläche deshalb nicht pauschal fest, sondern je Bereich. Die Kundenannahme oder ein Ersatzteillager können glatter sein als der Platz an der Hebebühne, an dem regelmäßig Öl abgelassen wird.
Hebebühnen, Gruben und Rinnen sauber anschließen
Die Fläche selbst ist selten das Problem. Schäden entstehen an den Rändern: an Fußplatten und Dübeln von Hebebühnen, an den Kanten von Montagegruben, an Bodenrinnen, Abläufen und Toren. Dort läuft Wasser hin, dort wird gefahren und gearbeitet, und dort löst sich eine schlecht angeschlossene Beschichtung zuerst.
- Hebebühnen: Ob eine Bühne für die Arbeiten gelöst werden muss oder wir sauber um die Fußplatten herum arbeiten, klären wir vorab. Demontage und Wiedermontage übernimmt Ihr Hebebühnen-Service, den Ablauf stimmen wir gemeinsam ab.
- Montagegruben: Ausgebrochene Kanten setzen wir instand, bevor beschichtet wird. Die Beschichtung wird bis an die Grubenkante geführt und dort sauber abgeschlossen.
- Rinnen und Abläufe: Die Beschichtung wird dicht an Rinnenkörper und Abläufe angeschlossen, damit kein Wasser unter die Schicht läuft.
- Wände und Sockel: Wo Wasser und Schmutz an der Wand stehen, ziehen wir die Beschichtung als Hohlkehle oder Sockel hoch.
Fugen im Beton, die sich bewegen, übernehmen wir in die Beschichtung, statt sie zu überstreichen. Sonst reißt die Schicht genau an dieser Stelle. Ruhende Risse verfüllen wir vorher kraftschlüssig mit Harz.
Kann ein ölgetränkter Werkstattboden beschichtet werden?
Die meisten Werkstattböden, die wir beschichten, sind nicht neu. Oft liegt eine alte Farbe darauf, die abblättert, und der Beton ist über Jahre mit Öl vollgesogen. Eine neue Beschichtung auf so einem Boden hält nur, wenn die Vorbereitung stimmt. Öl im Beton verhindert, dass das Harz sich mit dem Untergrund verbindet.
- Alte Beschichtungen, Zementschlämme und lose Teile entfernen wir durch Kugelstrahlen oder Fräsen.
- Ölflecken behandeln wir mit geeigneten Reinigern. Stark durchtränkte Bereiche, die sich nicht mehr reinigen lassen, tragen wir ab und füllen sie mit Mörtel neu auf.
- Ausbrüche, Löcher von alten Dübeln und Schäden an Fugenkanten reprofilieren wir.
- Erst wenn der Untergrund tragfähig und sauber ist, folgen Grundierung und Beschichtung.
Wir sagen Ihnen bei der Besichtigung ehrlich, wie viel Vorarbeit Ihr Boden braucht. Ist er stark geschädigt, lohnt sich ein Blick auf unsere Seite Industrieboden sanieren. Mehr zu den Verfahren lesen Sie bei der Untergrundvorbereitung.
Werkstattboden beschichten bei laufendem Betrieb
Eine Werkstatt, die steht, verliert jeden Tag Aufträge. Wir planen die Beschichtung deshalb in Abschnitten. Bei mehreren Arbeitsplätzen beschichten wir zum Beispiel erst die eine Hälfte mit ihren Hebebühnen, während Sie auf der anderen weiterarbeiten, und wechseln dann. Welche Bereiche wann frei sein müssen, legen wir vorher gemeinsam fest. Wichtig ist eine klare Trennung zwischen Baustelle und Werkstattbetrieb, damit weder Staub noch Fahrzeuge auf die frische Fläche gelangen.
Je nach Temperatur sind Epoxid- und Polyurethanbeschichtungen nach etwa einem Tag begehbar und nach mehreren Tagen voll belastbar. Wann ein Abschnitt wieder mit Fahrzeugen befahren werden darf, steht in unserem Ablaufplan. Als Orientierung liegt eine strapazierfähige Werkstattbeschichtung mit Vorbereitung bei etwa 50 bis 90 € pro m² netto, verbindlich ist unser Angebot. Für den Oberbelag bieten wir optional eine Gewährleistungsverlängerung auf 10, 15 oder 20 Jahre zum Festpreis an, auf Wunsch abgesichert über eine Gewährleistungsbürgschaft.
Kontakt
Schicken Sie uns ein paar Fotos des Bodens, die ungefähre Fläche und eine kurze Beschreibung Ihrer Werkstatt: Anzahl der Hebebühnen, Gruben und Rinnen, welche Fahrzeuge Sie betreuen und welche Stoffe auf den Boden gelangen. Wir prüfen die Angaben, melden uns telefonisch und sehen uns den Boden vor Ort an. Danach erhalten Sie ein Angebot mit klar benanntem Aufbau, Rutschhemmung und Ablauf. Werkstattböden beschichten wir von unseren Standorten in Nürnberg, Ansbach und Kraichtal aus in Franken, der Oberpfalz, Oberbayern, Schwaben, Württemberg und Baden.
Bodenbeschichtungs-Finder
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Häufige Fragen
Welches System passt für eine Kfz-Werkstatt?
Meist ein Aufbau auf Basis von Epoxidharz, weil es hart, abriebfest und dicht gegen Öl ist. Wird auf der Fläche viel gelenkt oder soll der Boden etwas elastischer sein, kommt eine Deckschicht aus Polyurethan dazu. Die Oberfläche streuen wir mit Quarzsand oder Korund ab, damit sie auch nass Halt gibt.
Was tun, wenn der Beton jahrelang Öl aufgesogen hat?
Meist lässt er sich trotzdem beschichten. Alte Schichten und die oberste Betonzone strahlen oder fräsen wir ab, Ölflecken behandeln wir mit Reinigern. Bereiche, die durch und durch mit Öl getränkt sind, tragen wir ab und füllen sie neu auf. Wie aufwendig das wird, sehen wir bei der Besichtigung.
Ab welcher R-Klasse ist ein Kfz-Arbeitsplatz sicher?
Die Regeln für Arbeitsstätten geben je nach Bereich eine Bewertungsgruppe vor, in Werkstätten meist R 11 oder R 12. Erreicht wird sie über eingestreuten Quarzsand oder Korund. Wir stimmen die Körnung je Bereich ab, damit Halt und Reinigung zusammenpassen.
Wie lange bleibt die Werkstatt für die Beschichtung zu?
Ganz schließen müssen Sie in der Regel nicht. Wir beschichten in Abschnitten, während Sie im anderen Teil weiterarbeiten. Ein Abschnitt ist nach etwa einem Tag begehbar und nach mehreren Tagen voll belastbar. Den Zeitplan je Abschnitt erhalten Sie mit dem Angebot.
Wie wird ein beschichteter Werkstattboden gereinigt?
Mit Besen, Wischer oder Scheuersaugmaschine und einem für die Beschichtung geeigneten Reiniger. Verschüttetes Öl oder Bremsflüssigkeit nehmen Sie mit Bindemittel oder Tuch auf, bevor es lange steht. Aggressive Lösemittel und Kratzwerkzeuge lassen Sie besser weg.
Hält die Beschichtung Bremsflüssigkeit und Kaltreiniger aus?
Das hängt vom gewählten System ab. Deshalb fragen wir vorab, welche Stoffe in Ihrem Betrieb vorkommen, und wählen die Beschichtung nach den Beständigkeitsangaben des Herstellers. Wichtig bleibt, dass Verschüttetes zeitnah aufgenommen wird.
Was unterscheidet einen Werkstattboden von einer Garagenbeschichtung?
Die Belastung. In der privaten Garage stehen ein oder zwei Autos, in der Werkstatt wird täglich gehoben, gelenkt, geschliffen und gereinigt. Werkstattböden bekommen deshalb einen stärkeren Aufbau, eine auf die Arbeitsbereiche abgestimmte Rutschhemmung und sorgfältig ausgeführte Anschlüsse an Hebebühnen, Gruben und Rinnen.
Gibt es auf den Werkstattboden eine längere Gewährleistung?
Auf Wunsch ja. Wir bieten optional eine Gewährleistungsverlängerung auf 10, 15 oder 20 Jahre auf den Oberbelag an, als Festpreis im Angebot und auf Wunsch über eine Gewährleistungsbürgschaft abgesichert.
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