Bodenbeschichtung

Tiefgaragensanierung Kosten: wovon der Preis abhängt

Was eine Tiefgaragensanierung kostet, entscheidet der Zustand des Betons. Hier sehen Sie, welche Positionen den Preis bestimmen und wie Sie zu einem belastbaren Angebot kommen.

Kosten grob berechnen

Die Frage nach dem Preis pro Quadratmeter steht bei fast jeder Anfrage am Anfang, und sie ist berechtigt. Eine Tiefgarage ist für eine Eigentümergemeinschaft oder einen Vermieter eine große Ausgabe, die über Rücklagen, Sonderumlagen oder Budgets geplant werden muss. Eine seriöse Zahl lässt sich aber erst nennen, wenn klar ist, wie weit die Schäden reichen. Zwei gleich große Tiefgaragen können sich im Preis um ein Vielfaches unterscheiden, wenn in der einen nur der Belag verschlissen ist und in der anderen das Tausalz die Bewehrung bereits angegriffen hat.

Auf dieser Seite geht es deshalb nur um die Kosten: woraus sie sich zusammensetzen, wo das meiste Geld hingeht und wie Sie Angebote vergleichen. Die Technik beschreiben wir ausführlich bei der Tiefgaragen- und Parkdecksanierung.

Was kostet eine Tiefgaragensanierung pro m²?

Für die Beschichtung befahrener Flächen in Tiefgarage und Parkhaus liegt die Orientierung bei ca. 50 bis 90 € pro m² netto. Der Wert gilt für einen tragfähigen Untergrund, der vorbereitet und mit einem passenden Oberflächenschutz versehen wird. Wo Ihre Fläche in dieser Spanne liegt, hängt von Größe, System, Zustand und Zugänglichkeit ab. Große zusammenhängende Flächen sind pro m² günstiger als kleine, verwinkelte Anlagen mit vielen Stützen und Ecken.

Kommt eine Betoninstandsetzung hinzu, gibt es keinen seriösen Pauschalwert pro m². Wie viel Beton abgetragen, wie viel Bewehrung freigelegt und wie viel Fläche reprofiliert werden muss, zeigt sich erst bei der Bestandsaufnahme. Diese Positionen kalkulieren wir deshalb nach Menge und weisen sie im Angebot getrennt aus. Einen ersten Richtpreis für die Beschichtung gibt Ihnen der Bodenbeschichtungs-Finder weiter unten auf dieser Seite. Verbindlich ist immer unser Angebot.

Die größten Kostentreiber: Betonabtrag und Bewehrung

Der teuerste Teil einer Tiefgaragensanierung ist fast immer der Beton, nicht die Beschichtung. Hat sich Tausalz über Jahre in Bodenplatte, Stützenfüße oder Rampen gearbeitet, muss der belastete Beton bis auf den tragfähigen Untergrund entfernt werden. Das geschieht durch Fräsen oder Strahlen, an Stützen und Kanten auch von Hand. Liegt die Bewehrung frei, wird sie entrostet und geschützt, bevor die Fehlstelle mit Instandsetzungsmörtel wieder aufgebaut wird.

Wie tief abgetragen werden muss, hängt vom Chloridgehalt ab. Den bestimmt ein Sachverständiger oder ein Labor, HBS prüft den Untergrund vor Ort und setzt das Instandsetzungskonzept um. Für die Kosten heißt das: Je weiter die Chloride vorgedrungen sind, desto mehr Abtrag, desto mehr Mörtel und desto länger die Sperrzeit eines Abschnitts. Warum das Salz so viel Schaden anrichtet, lesen Sie in unserem Beitrag Tiefgaragensanierung: Alles, was Sie wissen müssen.

Beschichtung allein oder komplette Sanierung?

Nicht jede Tiefgarage braucht eine Komplettsanierung. Ist der Beton fest, die Bewehrung intakt und nur die alte Beschichtung abgefahren oder gar nicht vorhanden, reicht es oft, den Untergrund vorzubereiten und einen neuen Oberflächenschutz aufzubringen. Das ist die günstigste Variante und lässt sich vergleichsweise schnell umsetzen. Was dazu gehört, steht bei der Bodenbeschichtung für Tiefgaragen.

Sobald Abplatzungen, Rostfahnen oder Wasser von der Decke auftreten, reicht eine Beschichtung allein nicht mehr. Wer dann nur beschichtet, schließt das Salz im Beton ein, und die Korrosion läuft unter dem neuen Belag weiter. Auch das System wirkt sich auf den Preis aus: Eine starre Beschichtung nach OS 8 für die Bodenplatte ist einfacher aufgebaut als ein rissüberbrückendes System nach OS 11a oder OS 11b, das auf Zwischendecks und Rampen nötig ist, wo Risse arbeiten.

Nebenkosten: Fugen, Rinnen, Markierung, Sperrzeiten

Neben Fläche und Beton gibt es Positionen, die in Angeboten sehr unterschiedlich behandelt werden. Fragen Sie gezielt danach, dann lassen sich Angebote fair vergleichen:

  • Fugen: Erneuerung von Dehn- und Bewegungsfugen mit dichtem Anschluss an die Beschichtung.
  • Rinnen und Abläufe: Einbinden in den Oberflächenschutz, damit kein Wasser unter den Belag läuft.
  • Sockel und Stützenfüße: eigener Schutz in der Spritzwasserzone.
  • Markierung: Stellplätze, Nummern, Fahrgassen und Pfeile nach der Beschichtung.
  • Bauabschnitte: Je mehr Abschnitte, desto mehr Umsetzen, Absperren und Rüstzeit.
  • Baustelleneinrichtung: Strom, Wasser, Lüftung und Lagerfläche vor Ort.

Diese Punkte weisen wir einzeln aus. So sehen Sie, wofür Sie bezahlen, und können bei Bedarf Positionen in einen späteren Abschnitt verschieben.

Früher sanieren ist günstiger

Der wichtigste Hebel für die Kosten ist der Zeitpunkt. Eine Tiefgarage, deren Oberflächenschutz rechtzeitig erneuert wird, kommt im besten Fall ohne Betonabtrag aus. Wartet man, bis der Beton abplatzt, sind die Chloride meist schon tief eingedrungen, und aus einer Beschichtung wird eine Instandsetzung mit Fräsen, Bewehrungsschutz und Reprofilierung. Teuer werden dann auch die Folgeschäden: rostende Stützenfüße, durchfeuchtete Decken und lose Betonteile, die gesichert werden müssen.

Für Eigentümergemeinschaften lohnt es sich, die Tiefgarage regelmäßig begehen zu lassen und die Rücklage gezielt aufzubauen. Kleine Schäden an Fugen oder Rinnen lassen sich dann ausbessern, bevor sie den Beton erreichen. Das spart Geld und Ärger mit gesperrten Stellplätzen.

So bekommen Sie ein belastbares Angebot

Ein belastbares Angebot beginnt mit guten Unterlagen. Schicken Sie uns Fotos der Schäden, Grundrisse oder Pläne, die Anzahl der Stellplätze und, falls vorhanden, ein Gutachten oder ein Leistungsverzeichnis. Wir prüfen alles, melden uns telefonisch und vereinbaren einen Termin vor Ort, bei dem wir den Untergrund prüfen. Danach erhalten Sie ein Angebot mit getrennten Positionen für Instandsetzung, Oberflächenschutz, Fugen, Markierung und Bauabschnitte.

Für den Oberbelag bieten wir optional eine Gewährleistungsverlängerung auf 10, 15 oder 20 Jahre an. Sie steht zum Festpreis im Angebot und kann auf Wunsch über eine Gewährleistungsbürgschaft abgesichert werden. So wissen Verwaltung und Eigentümer von Anfang an, womit sie langfristig rechnen können.

Kontakt

Sie möchten wissen, was die Sanierung Ihrer Tiefgarage kostet? Nennen Sie uns Ort, ungefähre Fläche, Anzahl der Stellplätze und die sichtbaren Schäden. Wir melden uns mit einer ersten Einschätzung und klären, ob ein Termin vor Ort nötig ist. Tiefgaragen sanieren wir von unseren Standorten in Nürnberg, Ansbach und Kraichtal aus in Franken, der Oberpfalz, Oberbayern, Schwaben, Württemberg und Baden.

Werkzeug

Bodenbeschichtungs-Finder

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Häufige Fragen

Gibt es einen Pauschalpreis pro Stellplatz?

Nein. Ein Stellplatz umfasst je nach Anlage unterschiedlich viel Fläche, dazu kommen Fahrgassen, Rampen und Stützen. Wir kalkulieren deshalb nach Fläche und Mengen. Wie Sie die Kosten später auf die Stellplätze umlegen, entscheidet Ihre Gemeinschaft.

Warum unterscheiden sich Angebote für Tiefgaragen so stark?

Meist, weil nicht dasselbe angeboten wird. Das eine Angebot enthält nur eine Beschichtung, das andere auch Betonabtrag, Fugen und Sockelschutz. Unterschiedliche Systeme, etwa OS 8 statt OS 11, und die Zahl der Bauabschnitte verändern den Preis zusätzlich. Vergleichen Sie deshalb Position für Position.

Lässt sich die Sanierung in Jahresabschnitte aufteilen?

Ja, für Eigentümergemeinschaften ist das oft sinnvoll. Wichtig ist eine Reihenfolge, die zuerst die Bereiche mit den größten Schäden angeht, und saubere Übergänge zwischen den Abschnitten. Das planen wir vorab mit Ihnen.

Was kostet nur die Beschichtung ohne Betoninstandsetzung?

Als Orientierung liegt die Beschichtung befahrener Flächen bei ca. 50 bis 90 € pro m² netto, abhängig von System, Flächengröße und Vorbereitung. Voraussetzung ist ein tragfähiger Beton ohne tiefe Schäden. Verbindlich ist unser Angebot.

Welche Unterlagen braucht HBS für eine Kostenschätzung?

Fotos der Schäden aus mehreren Blickwinkeln, Grundriss oder Pläne, die Fläche und die Zahl der Stellplätze. Ein vorhandenes Gutachten, Angaben zum Chloridgehalt aus einem Laborbericht oder ein Leistungsverzeichnis helfen zusätzlich. Ohne Termin vor Ort bleibt es bei einer groben Einschätzung.

Ist die Markierung im Preis enthalten?

Nur wenn sie im Angebot steht. Wir weisen die Markierung von Stellplätzen, Nummern und Fahrgassen als eigene Position aus, damit Sie entscheiden können, ob sie gleich mit erneuert wird.

Was kostet es, die Sanierung aufzuschieben?

Eine feste Zahl gibt es nicht, die Richtung ist aber klar: Mit jedem Winter dringt mehr Tausalz ein. Was heute noch mit einem neuen Oberflächenschutz zu lösen ist, kann in einigen Jahren Betonabtrag und Bewehrungsschutz erfordern, und diese Positionen sind meist deutlich teurer als die Beschichtung selbst.

Wie wird die Gewährleistungsverlängerung berechnet?

Die Verlängerung auf 10, 15 oder 20 Jahre für den Oberbelag ist optional und steht als Festpreis im Angebot. Die Höhe richtet sich nach Fläche und System. Auf Wunsch sichern wir sie mit einer Gewährleistungsbürgschaft ab.